EBooks bei Mannings

Nachdem wir neulich einen Sony-E-Book-Reader gekauft haben, bin ich für das Thema sensibilisiert und sehe, dass auf dem gerade hier angekommenen Buch “Hibernate Search in Action” vom amerikanischen Manning-Verlag das Versprechen “Free ebook, see insert” prangt.

Der angekündigte “insert” ist ein gefaltete, eingeklebte Einlage, die man aufschneiden muss, um die auf der Innenseite aufgedruckten Codes lesen zu können.
Um an das E-Book zu gelangen, geht man auf http://www.manning.com/ebookoffer und wird dort nach einem ersten Code gefragt. Hat man diesen Code eingegeben, gelangt man auf eine nächste Seite, wo man einen zweiten Code eingegeben muss. Anschliessend muss man sich mit Vorname, Nachname und E-Mail registrieren. Kurze Zeit später erhält man eine E-Mail von Manning mit einem Download-Link. Der Link führt direkt auf das als PDF ausgelieferte E-Book und funktioniert zumindest für 24 Stunden.

Wiederholt registrieren

Als ich einen Tag später nocheinmal versucht habe, das E-Book mit den Codes zu registrieren, folgte noch ein dritter Schritt, in dem ich aufgefordert wurde, das letzte Wort einer bestimmten Seite einzugeben.

Das PDF selbst hat einen komischen Namen (”gi”, ohne Extension) und daher muss ich es nach dem Download noch umbennen. Anschliessend lässt es sich problemlos im Acrobat und in Apples Preview öffnen.

Ich kann an dem PDF von außen nichts erkennen, was auf irgendeinen Einsatz von DRM schliessen lässt. Mannig schreiben auf ihrer Webseite (in leicht anderem Zusammenhang, nämlich wo es um die Möglichkeit geht, E-Books, die im ThoutReader-Format ausgeliefert werden, zu drucken) auch:

Note: Manning is unique in this regard. While other publishers limit the ability to print, Manning has a history of openness with our customers. We trust they will protect the author’s intellectual property.

Auch hat die Kopie, die ich einen Tag später unter einer zweiten E-Mail-Adresse angefordert habe, exakt die gleiche Größe in Bytes. Eventuell wird Manning aber eine ID in das PDF kopiert haben, die es ihnen erlaubt, das PDF mit einer Registrierung in ihrer Datenbank in Verbindung zu bringen.

Aber im Endeffekt liefert Manning dieses E-Book als planes PDF aus, das sich in der Handhabung durch nichts von anderen PDF-Dateien unterscheidt. Daher liess es sich auch anstandslos auf den Sony-Reader spielen.

Lesen auf dem Reader

Inwiefern es Sinn macht, technische Bücher auf dem Reader zu lesen, bezweifle ich mittlerweile.
Die fehlende Suchfunktion, die nicht vorhandene Möglichkeit, Notizen zu machen und das schlechte Navigations-Interface stören mich bei technischen Büchern noch deutlich mehr als bei literarischen Werken. Die lese ich in der Regel ja von vorne nach hinten und blättere eher selten noch einmal weit zurück.

Technischen Bücher lese ich viel weniger sequentiell, Random Access sozusagen. Wahrscheinlich werde ich das PDF immer wieder auf dem Laptop öffnen, um bestimmte Stellen zu finden. Und um hin und her zu springen, ist die Print-Version dem E-Book-Reader meilenweit voraus.

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geschrieben am 07.05.2009 um 17:05 in Netzgedanken von cf · RSS 2.0 feed.
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